Möbellager

Nachhaltiger Friede

Welche GRENZEN brauchen wir?
Welche Grenzen müssen überwunden werden?
Hinter dem Warnschild „Betreten verboten! Grenze!“ wartet bedrohlich Stacheldraht.
An einer zwischen die Seitenwände gespannten Schnur finden sich angeklammerte Gedanken zu den beiden Fragen.

Eine Schublade mit der Aufschrift „Wer wird oft in SCHUBLADEN gesteckt?“ bietet die Gelegenheit, Namen, die einem einfallen, direkt hineinzuschreiben – auch der eigene Name kommt da schon mal ins Spiel.

Ein Schrankfach mit aggressivem rot ausgemalt lädt ein, BALLERSPIELE, die gerade „in“ sind, aufzuschreiben zu kommentieren, was daran besonders Spaß macht.

Zwei Schrankfächer in grün und rot laden dazu ein, sich zu überlegen: „Was ENTSPANNT dich?“ „Was macht dich AGGRESSIV?“

Ein weiteres Fach ist als kleine MÜLLTRENNUNG vorgesehen. Plastik, Papier und Restmüll können sortiert abgelegt werden.

Die Mitteltür des Schrankes eignet sich als FRIEDENSBOTEFOTOSTUDIO. Wer mag, lässt sich dort unter dem Motto: „So sieht ein Friedensbote aus!“ ablichten – natürlich kann es auch ein Selfie werden.

Die Rückwand des Schrankes steht als große Graffiti-Spray-Wand zur Verfügung: „Sprühe dein FRIEDENSSYMBOL“ heißt hier der farbenfrohe Auftrag.

Unsere Erfahrungen:
Nach einer Weile des zögerlichen Vorbeischlenderns am Projektschrank näherten sich erst Einzelne und dann auch kleine Cliquen dem Objekt und damit auch dem Thema an. Nach und nach wurde geschrieben, kommentiert, getuschelt und dann auch kräftig gesprüht. Das dabei manche künstlerischen Bildzeichen am Ende etwas farbverdunkelt wurden, gehört auch zum Gestaltungsprozess, der von uns zwar angeregt, aber nicht bewertet oder gesteuert wurde. Manche Impulsthemen wurden bei der einen oder anderen Gelegenheit während des Camps noch einmal aufgegriffen, z.B. Ballerspiele um Leben und Tod, Friedlich miteinander umgehen, auf die Grenzen des anderen achten.

Hintergrund:
Im Rahmen des gemeinsamen KonfiCamps von fünf Gemeinden aus Friesland und Delmenhorst vom 16.-22. Juli 2018 entstand das schrank & frei – Projekt „nachhaltiger Friede“.
Ein alter Kleiderschrank einer Landfrau aus der Wesermarsch wurde zentral auf dem Campgelände aufgebaut.
Unter dem Motto „nachhaltiger Friede“ statteten Lisa Wraase, Hauke Bruns und Matthias Hempel den Schrank mit anregenden Impulsen aus, die im Laufe des sechstägigen Camps von Konfis und Teamer*innen aufgegriffen wurden.
(Text: Matthias Hempel)

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